Offene Ateliers Mai 2012

März 30, 2012

Hier schon mal vorab die Einladung für die Offenen Ateliers
am 13. Mai 2012 von 12 bis 18 Uhr (PDF):
einladung-offene-ateliers-mai-2012

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am 8.März im Rathaus vor dem Beginn der BVV-Sitzung

am 10.März vor dem UCW /
Atelierhaus anlässlich des
Kiezspazierganges mit
Bezirksbürgermeister Naumann

War eine tolle Rede, Michaela!
Danke!

Begrüßung durch die Künstler am 6. März 2012, Michaela Habelitz

Liebe Kolleginnen vom ucw,  liebe  Künstlerkollegen, liebe Nachbarn, Freunde

Geschäftspartner des Hauses, sehr geehrte Mitglieder der Bezirkverordnetenversammlung, sehr geehrte Damen und Herren von der Presse, Liebe Frau Rabe, lieber Florian Schöttle, lieber Frau Rüffer von der GSE GmbH, lieber Herr Paul !

Ich begrüße Sie sehr herzlich im Namen der Künstler und Künstlerinnen  des Atelierhauses und freue ich mich, dass Sie heute so zahlreich Ihren Weg in unser Haus gefunden haben.

In Namen unserer  dreißigköpfigen, internationalen Künstlergemeinschaft lade ich Sie herzlich ein, das hochprofessionelle schöpferische Tun während des anschließenden Rundganges am heutigen Tage kennenzulernen. Die Kollegen stehen Ihnen dann gerne individuell Rede und Antwort in ihren Ateliers im dritten und vierten Stock.

Viele von Ihnen hatten sicherlich schon die Gelegenheit wahrgenommen, im Rahmen unserer erfolgreichen „offenen Ateliers“ sich intensiv mit dem künstlerischen Potenzial des Hauses vertraut zu machen. Diese Tage des offenen Ateliers sind inzwischen eine feste Größe im Bezirk, gut 850 Menschen fanden das letzte Mal ihren Weg hierher. Aktivitäten des Atelierhauses werden gefördert vom Kulturbeirat Charlottenburg-Wilmersdorf, zuletzt die Website und der blog des Hauses.

International renomierte Künstlerpersönlichkeiten wie Angelika Middendorf, Tian Tian Wang oder zum Beispiel Kim Ysop beziehen aus diesem Ort in Wilmersdorf. Ihre Kreativität, die zu renommierten, international wahrgenommenen  Ausstellungen führen.

Künstlerpersönlichkeiten wie Michail Schnittmann ,Annette Polzer und Bassirou Sarr tragen ihre schöpferischen Impulse via Kunstvermittlung direkt  vom Atelier in die Stadt in den Bezirk hinein durch Kurse in der Jugendkunstschule Charlottenburg oder an der VHS sowie direkte Kunstvermittlung vor Ort. Kunst ist hier ein eminent wichtiger soziokultureller Standortfaktor auch im Sinne der Arbeit mit Jugendlichen des Bezirkes. Hier seinen ebenfalls Theresa Beitl ,Jürgen Kellig  und Barbara Zirpins erwähnt, die als Mitglieder des VBK-Berlins ebenfalls eine wichtige Kulturnetzwerkarbeit leisten.

Zudem hat zur Professionalisierungstrategie aller Künstler die gut nachbarschaftliche Vernetzung mit dem ucw beigetragen, die Synergien der letzten sechs Jahre sind an keinem anderen Ort so wieder reproduzierbar. Bitte helfen Sie uns, auch weiterhin an diesem Standort so überzeugend zusammen arbeiten zu können !

Hinter jeder Ateliertür verbirgt sich ein eigener Organismus der genuinen Kunstproduktion, ein  individuelles Künstlerleben, dessen komplexe  Koordinaten sich nicht einfach verrücken lassen.

Sehr geehrte Entscheider  in der BVV, stimmen Sie bitte gegen den Verkauf dieses einzigartigen Hauses in den Liegenschaftsfond, denn knapp hundert Existenzen sind bedroht. Mein Künstlerkollege Michail Schnitmann brachte es in unserem blog auf den Punkt: „Ich bin mit meiner Kunst ohne dieses  Haus obdachlos“.

Die meisten Künstlerkollegen des „Ateliersofortprogramms“des Berufsverbandes Bildender Künstler sind wirtschaftlich nicht in der Lage, auch angesichts steigender  Ateliermieten auf dem freien Markt ein angemessenes Alternativ-Atelier anzumieten.

Mit dem Verkauf des Hauses steht somit  unsere künstlerische Existenz auf dem Spiel. Bildhauer, Performer, Maler, Fotographen, Happeningkünstler haben keinen Aktionsraum mehr. Ist dieser Preis nicht zu hoch für eine Stadt, die doch gerade mit ihren kulturellen Pfründen wuchert und somit magnetisch Menschen aus aller Welt in ihren Bann zieht ? Überdies :Sind wir nicht auch schlechte Gastgeber für unsere Künstlerkollegen aus dem Ausland ?Bassirou Sarr, Irina Richkova, Josias Scharf, Giorgi Tchkhaidze, Mi-Ran-Kim,  Pitt Bialoglowicz, Kim Ysob , Tian Tian Wang???

Am 13.05.2012 zeigen wir im vollem Umfang unsere Arbeit im Rahmen des Tages des der Offenen Ateliers gemeinsam mit „Kulturplus e.V.“ Bitte kommen Sie alle wieder und schauen und staunen Sie und kämpfen Sie mit uns, dass sie auch in den nächsten Jahren hierher kommen können.

 

 

Schild: UCW + Ateliers retten

Heute um 16h30 demonstrieren Unternehmerinnen und KünstlerInnen gegen den Verkauf unseres Hauses. Einige der Schilder trocknen seit gestern bei uns im Flur.:-)

Schilder im Flur

Natürlich haben wir noch mehr vorbereitet:-).

Und Bassirou Sarr hat tolle Plakatwände für unser Haus gemacht. Drei Stück stehen bei uns: eines im Café, zwei im Eingangsbereich. Die sind so klasse!

 

Plakat im Café: UCW & Atelierhaus retten!

Als Bildender Künstler benötige ich einen Raum für die Ausübung meines Berufes, was Zuhause unmöglich wäre!
Das Atelierhaus Sigmaringer 1 gibt mir seit 4 Jahren durch eine bezahlbare Miete die Möglichkeit, mich künstlerisch zu entwickeln, Kontakt und Austausch mit Künstlern aus mehreren Ländern zu schließen und Kunstprojekte und Workshops zu planen, entwerfen und durchzuführen, im z.B.  mehrmals ausgezeichnetem Machmit! Kindermuseum in Berlin. Dort vermittele ich an eine breite Öffentlichkeit von Museumsbesuchern Kunst und führe Kunstprojekte mit Schülern durch.
Der Verkauf dieses Gebäudes würde für mich als Selbstständiger und Familienvater einen Rückschritt und einen   bitteren neuen Anfang bedeuten.


Ohne Ateliers sind wir obdachlos!

juergen kelligBezahlbare Ateliers

Als ich 2006 ein Atelier in der Sigmaringer Straße 1 beziehen konnte, war ich überglücklich, da sich für mich mehrere Faktoren verbinden ließen: einen guten, hellen und vor allem auch bezahlbaren Arbeitsraum, in dem ich meine Arbeit erfolgreich weiterentwickeln konnte. Den Austausch mit den anderen Künstlern des Hauses gemeinsames Auftreten in der Öffentlichkeit. z.Zt. arbeite ich an der Neugestaltung der Webseite des Atelierhauses, um die Außenwahrnehmung des Hauses zu verbessern.

Das Atelierhaus liegt in meiner Nachbarschaft, so das sich die anderen alltäglichen Wege, wie  Kindergarten, Schule meines Sohnes gut mit meiner künstlerische Arbeit vereinbaren lassen. Ohne diesen Arbeitsraum, müsste ich, wie wahrscheinlich die meisten meiner Kollegen die Tätigkeit als Bildender Künstler wohl oder übel aufgeben, da es kaum möglich ist auf dem freien Markt einen adäquaten Arbeitsraum zu finden.

Ich bitte Sie daher, es den Künstlern des Hauses weiterhin ihre  Arbeit zu ermöglichen, und von dem Beschluss, das Hauses zu verkaufen, abzusehen.

Jürgen Kellig

www.juergen-kellig.de