Die BVV Charlottenburg-Wilmersdorf hat in ihrer Sitzung am 19.09.2013 folgenden Beschluss zum Betreff Planungssicherheit des UCW gefasst:

Auf Antrag der Abgeordneten Wuttig/ Böhm/ Dr. Vandrey/ Kaas Elias (SPD, Grüne) wurde beschlossen,

Das Bezirksamt wird aufgefordert, das UCW – Unternehmerinnen- und Gründerinnenzentrum Charlottenburg-Wilmersdorf am Standort Sigmaringer Str. 1 zu erhalten. Dazu sind durch das Bezirksamt folgende Varianten zu prüfen und einschließlich Wirtschaftlichkeitsrechnung für das Land Berlin darzustellen:

 

*    Fortsetzung des Hausverwaltervertrages mit der GSE gGmbH über den 31.12.2015 hinaus

*     Prüfung von möglichen  Treuhandvertragsmodellen

*     Einholung weiterer Angebote zu gemeinnützigen Bewirtschaftungs- bzw. Betreibermodellen mittels Interessenbekundung.

 

Der BVV ist bis zum 30.11.2013 zu berichten.

 

Hier der Link zum PDF – Dokument: http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bvv-online/___tmp/tmp/45081036524344603/524344603/00062645/45.pdf

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Wir waren wieder im Radio, hier der Podcast: http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/wirtschaft_aktuell/201307/191860.html

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Die Website dient uns auch dazu, unsere Standpunkte zu dokumentieren.  Hier ein Brief, den ich heute an unsere Mieterinnen gemailt habe.

Liebe Unternehmerinnen, liebe Künstler, liebe Künstlerinnen,

ich bin die Mieterinnenvertreterin im UCW und möchte mit diesem Brief

  1. uns alle auf grob einen Stand bringen.
  2. meine persönliche Sicht der Dinge darstellen und
  3. euch anschließen bitten, mir ein Feedback zu geben, was eure Meinung ist.

Das Feedback brauchen wir alle – Förderverein und die Mieterinnen, die sich gerade ehrenamtlich für das Haus engagieren.

Mein Anlass für diesen Brief: Eigentlich gibt es nicht viel Neues von „Außen“ – es ist Urlaubszeit gewesen, auch in der BVV. Nur knirscht es gerade UCW-intern im Getriebe, denn es gibt Uneinigkeit darüber, wie wir strategisch weiter vorgehen sollen. Das verunsichert verständlicherweise alle, die sich für das Haus solidarisch einsetzen, weil sie nicht wissen, wie sie uns weiter unterstützen können.

Und das ist leider sehr schädlich für das ganze Projekt „Rettung Sigmaringer Str.1“! Da sind sich, denke ich, alle einig.

Es gibt zwei Meinungen zum weiteren Vorgehen.

A. Der Wunsch der Fördervereins ist es, sich ganz auf das Modell des Treuhandvertrages zu konzentrieren. Und das Modell Genossenschaft nicht prüfen zu lassen.

B. Unser Wunsch ist es: Ich nenne das mal „Faktencheck möglich machen“. Der Wunsch vieler Mieterinnen (inklusive mir) ist es, das Modell der Genossenschaft in Zusammenarbeit mit der Weiberwirtschaft zunächst genauer anschauen zu können, denn hier bieten sich für uns so viele Chancen, die wir gerne ausloten würden. Hier geht es zunächst nur um den Wunsch, ein Modell genauer prüfen zu können! Wir schließen das andere Modell damit noch nicht aus.

Aber: Dazu brauchen wir noch Informationen vom Bezirk. Diese bekommen wir zur Zeit nicht, haben aber alle BVV-Fraktionen angeschrieben und auch vom Gender-Ausschuss positives Feedback. Hier gibt es jetzt erste Termine und Gespräche, die wir (ich und einige, die sich für das Haus engagieren) wahrnehmen möchten, um auszuloten, ob das Modell tragbar ist. Ich glaube, dass wir hier sehr viel angestoßen haben – es bewegt sich richtig was! Es wäre schade, wenn wir das nicht nutzen würden.

Die Weiberwirtschaft e.G. mit über 1.700 Frauen ist Trägerin des größten Gründerinnenzentrum Europas. Zuletzt im Jahr 2011 mit dem Innovationspreis der SPD ausgezeichnet. Wir sind deshalb davon überzeugt, dass ein fachliches Urteil der Weiberwirtschaft e.G. besonders in den Bereichen Wirtschaftlichkeitsprüfung, ökologische Sanierung und Nutzungskonzept Gewicht hat. Die Bewertung durch die Weiberwirtschaft e.G. ist auch im Hinblick auf alternative Modelle aussagekräftig. Es ist eine einmalige Chance, das kommunalpolitische initiierte Projekt professionell im Bezirk zu institutionalisieren.

Das Modell „Weiberwirtschaft“ ist für unser Haus politisch und strategisch sehr interessant. Denn es geht auch auf der Landesebene immer mehr Stimmen, die Landeseigentum sinnvoll einsetzen möchten – und wo es Sinn macht, in die Hände von Projekten zu geben. Wir könnten hier auf einer ganz anderen politischen Ebene ansetzen und agieren. Das macht aber natürlich nur Sinn, wenn wir uns einig sind, dass das ein vielversprechendes Modell ist.

Was für alle, die sich hier engagieren, klar ist: Wir sind wie ihr Mieterinnen im Haus! Wir können (und müssen) als Freiberufler und Unternehmerinnen rechnen – und wir werden kein Modell unterstützen, in dem wir sehr viel mehr Bruttomiete zahlen müssten. Und natürlich können wir auch kein Modell unterstützen, bei dem wir irgendeine Art von Eigenkapital tragen müssten.

Das sind zwei Gegenargumente, die mir in den letzten Tagen seitens des Fördervereins genannt wurden. Ich kann nachvollziehen, dass es diese Sorge gibt. Nur: Wir sind ja als Mieterinnen selbst betroffen und werden definitiv kein Modell unterstützen, dass uns die wirtschaftliche Grundlage entzieht. Einige unserer Mieterinnen (Vera Kätsch, Gerda Plate zum Beispiel) waren selbst lange Jahre Mieterinnen in der Weiberwirtschaft, und haben sich dort auch ehrenamtlich engagiert. Wir wissen also, was wir tun.

Ob und wie das Genossenschaftsmodell für unser Haus realistisch umgesetzt werden könnte, wissen wir jedoch jetzt noch nicht. Weil uns zentrale Informationen fehlen (zum Beispiel über den Sanierungsbedarf des Hauses). Aber ich finde, die Idee ist so toll, dass sie es wert geprüft zu werden!

Wie seht ihr das? Wir gehen die nächste Zeit mit einer Unterschriftenliste herum, um ein Meinungsbild von euch zu bekommen.

Denn eins ist auch klar: Wir arbeiten nicht an einer Sache, die die Mehrheit im Haus eventuell nicht will! Wir setzen uns für unsere gemeinsamen Interessen ein, denn wir sind ebenfalls Mieterinnen hier und ganz unmittelbar von allen Veränderungen so betroffen, wie ihr auch.

2003 hätte niemand gedacht, dass wir 2012 ein so erfolgreiches Haus haben werden. Atelierhaus und UCW sind in der ganzen Stadt bekannt. Viele Frauen der  Weiberwirtschaft engagieren sich gerade ehrenamtlich für unsere Sache und sind bereit, auszurechnen und mit uns allen zu klären, was hier machbar ist. Alleine könnten wir natürlich NIE eine Genossenschaft aufziehen. Aber mit einer starken, erfahrenen Partnerin, die das seit 20 Jahren sehr erfolgreich macht, ist das anders. Die Weiberwirtschaft bietet heute schon Platz für Unternehmerinnen, Gründerinnen, Ateliers – sie hat eine hohe Kompetenz in Finanzierungsfragen, ist Eigentümerin ihres Hauses und eng vernetzt in die Politik – auf Senatsebene, aber auch bundesweit.

Was stimmt ist: Das Treuhandmodell ist rein vertraglich zwischen GSE (unserer Vermieterin) und dem Bezirksamt schon weiter ausgearbeitet. Allerdings wird der Vertrag zum Treuhandmodell seitens der Bezirksverwaltung schon seit md. 2 Jahren nicht weiter gebracht. Mein Eindruck aus verschiedenen Gesprächen und auch aus den Beiratssitzungen für das UCW, in denen ich ja für euch Mieterinnen sitze: Das klemmt, weil es politische Akteure gibt, die das Treuhandmodell nicht wollen. Das zeigt sich ja auch daran, dass trotz dieser Verhandlungen das Haus auf einmal auf der Verkaufsliste stand. Deshalb ist mein Wunsch, nicht allein über die GSE als Treuhänder nachzudenken, sondern eine sehr interessante und aus meiner Sicht vielversprechende  Alternative ins Spiel zu bringen.

Diese Alternative hat einen weiteren Vorteil: Sollte das Modell umgesetzt werden können, haben wir 100% die Kontrolle. Und sind unabhängig von politischen Entscheidungen, die sich alle paar Jahre ändern können. Wir hätten Planbarkeit und die Möglichkeit, hier wirklich etwas zu gestalten.

Meine Bitte: Gebt uns alle ein Feedback, was eure Meinung ist! Das heißt: Schreibt an info@unternehmerinnen-in-berlin.de und unterzeichnet die Unterschriftenliste, die bald im Haus rumgehen wird.

Eure Barbara Brecht-Hadraschek – Mieterinnenvertreterin UCW

1. August 2012

Bis zum Sommer soll ja geprüft werden, wie das Haus in der Sigmaringer Str. 1 mit Unternehmerinnenhaus, Atelierhaus und Bibliothek erhalten werden kann. Weil wir dieses Prüfen und Nachdenken nicht der Politik allein überlassen wollen, wollen wir eigene Ideen und Konzepte entwickeln, wie das Haus weiter getragen werden kann. Aktuell gibt es zwei Modelle, die diskutiert werden. Einmal ein Treuhandmodell der GSE gGmbH, Gesellschaft für StadtEntwicklung, gemeinnützige GmbH, die schon jetzt das Haus verwaltet. Hier werden wir noch Vertreter der GSE einladen, damit diese uns konkreter darlegen, wie genau dieses Modell aussehen kann. Wir kennen die Details nicht, aber anscheinend gibt es hier schon Häuser in Berlin, die auf diese Weise verwaltet werden.

Außerdem sind wir Unternehmerinnen an die Weiberwirtschaft herangetreten. Die Weiberwirtschaft ist eine äußerst erfolgreiche Genossenschaft, die vor gut 20 Jahren von Frauen gegründet wurde. In der Anklamer Straße betreibt sie das größte Gründerinnenzentrum Europas. Heute werden Vertreterinnen aus der Anklamer Straße zu uns kommen.

Unser gemeinsames Thema: „UCW und Weiberwirtschaft – welche Wege sind vorstellbar?“
Termin: Montag  16.04.2012 um 14.00 Uhr
Ort: 1. Etage im Unterrichtsraum der Durchblick GmbH

Wir berichten, wie es weitergeht:-).

März 27, 2012

Nach einer Verschnaufpause haben wir uns erst einmal sortiert und unsere Fühler ausgestreckt: Wie und mit wem kann es weitergehen? Diesen Montag gab es eine gut besuchte Mieterinnenversammlung der UCW-Mieterinnen. Wir haben uns alle auf einen Stand gebracht, den BVV-Beschluss besprochen und überlegt, was wir weiter tun können, um unser Haus zu erhalten. Das Protokoll der Mieterinnenversammlung habe ich eben aus der Mailbox gefischt und stelle es der Einfachheit halber hier als Text ein – mehr dazu noch in einem separaten Blogbeitrag:-):

Mieterinnenversammlung am 26.03.2012

Protokoll

Beschlussfassung vom 08.03.2012 vom Bezirk

Es wird noch einmal hervorgehoben, dass bis zum 30.06.2012 lt. Beschluss die Möglichkeit besteht, Lösungsvorschläge zum Erhalt eines Unternehmerinnenzentrums an diesem Standort zu erarbeiten und einzureichen.

Informationen aus der letzten Beiratssitzung

Das Unternehmerinnenzentrum UCW und das Atelierhaus sind räumlich an die Bezirksbibliothek gekoppelt. Auf Bezirksebene gibt es noch keine abschließende Meinung zum Erhalt der Bibliothek am Standort. Solange hier kein eindeutiger Beschluss gefasst wurde, sind Aussagen und Vorschläge zum Fortbestand von UCW und Atelierhaus nur schwer möglich.

Vorschläge zum Erhalt des UCW

Von der GSE gGmbH, Gesellschaft für Stadtentwicklung, gibt es den Vorschlag, das Haus unter einen Treuhandvertrag zu nehmen und es wie bisher als Unternehmerinnenzentrum und Atelierhaus zu betreiben. Planungssicherheit besteht zurzeit jedoch nicht, da keine klaren Aussagen zum Thema Bezirksbibliothek bestehen. Klar ist, dass das Gebäude einen Sanierungsbedarf hat und entsprechende Arbeiten künftig anfallen werden. Es wird zu Mieterhöhungen kommen. Nähere Angaben hierzu sind nicht verlässlich zu treffen, da der Inhalt des Vertragsentwurfs nicht bekannt ist. Die Mieterinnen laden daher die GSE gGmbH zu einen Gespräch (Ende April/Anfang Mai 2012) ein.

Die WeiberWirtschaft eG hat auf Nachfrage einiger Mieterinnen des UCW ebenfalls Ihre Solidarität und Unterstützung zum Erhalt des Unternehmerinnenzentrums bekundet. Das Genossenschaftsmodell wurde in groben Zügen erläutert und Informationsmaterial wurde zur Verfügung gestellt. Umfassende Informationen können auch unter www.weiberwirschaft.de eingesehen werden.

Die Weiberwirtschaft eG bietet an, Mieterinnen über die Möglichkeiten zum Erhalt des UCW anlässlich einer Veranstaltung im UCW zu informieren. Die Mieterinnen sind sich darin einig, dass mit der Weiberwirtschaft ein kompetenter Partner zur Verfügung steht, wenn es um die Stärkung von Frauen in der Wirtschaft und damit in der Gesellschaft geht. Das Angebot zu einer Informationsveranstaltung (Ende April / Anfang Mai 2012) wir von den Mieterinnen des UCW mit großem Interesse angenommen.

Sollte der Bezirk tatsächlich den Verkauf des Unternehmerinnenzentrums beschließen, würde das Gebäude in den Berliner Liegenschaftsfond überführt werden. Es besteht die Hoffnung, dass auch bei einer solchen Überführung in den Liegenschaftsfond, das Land Berlin sich für einen Investor, der den Erhalt eines Unternehmerinnenzentrums zum Ziel hat, entscheiden kann. Dies gelingt, wenn die wirtschaftliche und frauenpolitische Bedeutung des Unternehmerinnenzentrums an diesem Standort überzeugend dargestellt werden kann.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, Frau Rabe, begrüßt die vorgestellten Initiativen und betont die Dringlichkeit zum politischen Handeln.

Frau Rabe verweist darauf, dass am 13. Mai 2012 ein TAG DER OFFENEN TÜR von UCW und Atelierhaus stattfindet.

 

 

BPW Germany e.V.

März 6, 2012

Der BPW Germany e.V., eines der größten international aktiven Frauennetzwerke für berufstätige Frauen, ist als eingetragener Verein, der sich durch die Beiträge seiner Mitglieder finanziert, auf geringe Ausgaben bedacht. Wir unterhalten hier im UCW unsere Bundesgeschäftsstelle, die für ca. 1800 Mitglieder deutschlandweit Anlaufstelle ist. Außer der Bundesgeschäftsstelle ist ebenso das Equal Pay Day office, die Bundesgeschäftsstelle Entgeltgleichheit hier ansässig. Ein Projekt, das für die nächsten 3 Jahre vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Für die beiden Geschäftsstellen arbeiten insgesamt 5 Mitarbeiterinnen. Deren Arbeisplätze wären bei einem Verkauf des UCW gefährdet.

Dr. Eva Högl, die Bundestagsabgeordnete von Mitte und Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) schreibt uns, dass wir diesen Antrag der ASF veröffentlichen dürfen. Machen wir doch gerne!:-)

Antragstellerinnen: geschäftsführender ASF-Landesvorstand

Die ASF-Landesfrauenkonferenz möge beschließen:

Der SPD-Landesparteitag möge beschließen:

Die sozialdemokratischen Mitglieder der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf und die sozialdemokratischen Mitglieder des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf werden aufgefordert, sich gegen den Verkauf des UCW auszusprechen und sich für den Erhalt des UCW einzusetzen.
Die sozialdemokratischen Mitglieder des Berliner Senats und des Berliner Abgeordnetenhauses werden aufgefordert, alles zur Unterstützung und zum Erhalt des UCW zu unternehmen, was auf der Landesebene möglich ist.

Begründung: Die Räume von 52 Unternehmerinnen und 26 Ateliers sowie von interkulturellen und frauenpolitischen Projekten sind durch den geplanten Verkauf des Hauses in der Sigmaringer Straße 1 bedroht. Die BVV Charlottenburg-Wilmersdorf wird darüber entscheiden, ob das Haus verkauft werden soll. Im Gebäude des ehemaligen Gesundheitsamtes haben sich seit 2005 das UCW, ein Unternehmerinnen- und Gründungszentrum und seit 2006 das Atelierhaus sigmaringer1art angesiedelt. Tür an Tür arbeiten hier gut 80 internationale Künstler und Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Übersetzerinnen, Architektinnen, Therapeutinnen, Versicherungskauffrauen, Tänzerinnen, Rechtsanwältinnen und viele mehr. Das Haus gehört dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und wird von der gemeinnützigen GSE-Gesellschaft für soziale Stadtentwicklung gGmbH treuhänderisch verwaltet. Die Unternehmerinnen zahlen eine marktübliche Miete und werden nicht subventioniert. Die Miete der Künstler/-innen wird teilweise aus Landesmitteln unterstützt, nicht vom Bezirk. Die GSE hat aus den Mieteinnahmen sogar den Sanierungsstau des Gebäudes durch eine dringende Fassadensanierung reduziert. Der Immobilienwert des Gebäudes wurde damit gesteigert. Jetzt soll die Immobilie wie zahlreiche andere Gebäude vom Liegenschaftsfond verkauft werden, um das Haushaltsdefizit des Bezirkes zu verringern. Die Unternehmerinnen und Künstler/-innen sind von der bevorstehenden Entscheidung des Bezirks völlig überrascht worden.
Das UCW und die Weiberwirtschaft sind bisher die einzigen Unternehmerinnenzentren der Stadt. Es gibt Anträge aus der ganzen Stadt und immer eine Warteliste.

Das UCW, ein Projekt des Bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit, wurde 2003 im Bezirksamt beschlossen und mit zwei Beschlüssen der BVV bestätigt. Ziel des Projektes ist die Unterstützung der ökonomischen Eigenständigkeit von Frauen des Bezirkes. Existenzgründerinnen, Unternehmerinnen finden im UCW Bedingungen vor, die ihr Unternehmen bzw. ihre Existenzgründung stärken. Verschiedene Maßnahmen der Verwaltung beförderten und befördern das Konzept. Viele Partner/innen haben zum Gelingen beigetragen: 50 Unternehmerinnen, die mit zum Teil sehr hohen Investitionen die vorhandenen Büroräume umgestaltet haben, die Gesellschaft für Stadtentwicklung gGmbH, die eine schrittweise Sanierung des Gebäudes bewerkstelligt, der Förderverein, dessen Mitglieder durch hohes ehrenamtliches Engagement die Umsetzung des Konzeptes begleitet und Fördermittel akquiriert haben und Pawian, die gemeinnützige Gesellschaft für Lebensqualität und Integration, die mit dem UCW- Infotreff Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen geschaffen hat und zurzeit ein Konzept zur Schaffung von Ausbildungsplätzen am Standort entwickelt.
Das UCW ist sowohl frauen- als auch wirtschaftspolitisch für den Bezirk und Berlin sehr wichtig.