Wir waren wieder im Radio, hier der Podcast: http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/wirtschaft_aktuell/201307/191860.html

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Der Link zum Artikel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/da-sieht-keiner-durch/8450874.html

Erschienen auf Tagesspiegel.de am 05.07.2013:

Berlin : Da sieht keiner durch

00:00 Uhrvon

Begehrte Lage. Das Grundstück, für das der Senat der Firma von Jette Joop den Zuschlag gegeben hat, liegt an der Ackerstraße in Mitte. Foto: Kai-Uwe Heinrich
Begehrte Lage. Das Grundstück, für das der Senat der Firma von Jette Joop den Zuschlag gegeben hat, liegt an der Ackerstraße in Mitte. Foto: Kai-Uwe Heinrich

Die Opposition verlangt Aufklärung zur Grundstücksvergabe an Jette Joop.

Die Umstände der Direktvergabe eines der letzten unbebauten Filetgrundstücke in Berlins Innenstadt an die Firma der Modemacherin Jette Joop haben bei der Opposition Kritik provoziert. „Die Senatsverwaltung für Finanzen muss die Gründe für diese Entscheidung offenlegen“, forderte der haushaltspolitische Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus, Jochen Esser, am Donnerstag. Oliver Höfinghoff, der Fraktionsvorsitzende und Stadtentwicklungsexperte der Piratenfraktion, kritisierte den Vorgang als „ziemlich kurios“. Statt einer Direktvergabe des prominenten Areals an ein Unternehmen hätte er sich gewünscht, dass dort bezahlbarer Wohnraum entsteht.

Zu den Konditionen der Direktvergabe an die Firma von Jette Joop wollte sich die Senatsverwaltung für Finanzen, die bei der Vergabe im Steuerungsausschuss des landeseigenen Liegenschaftsfonds federführend war, wie gesagt nicht äußern. Nach Tagesspiegel-Informationen hat Joop den Zuschlag für den Grundstückskauf bekommen, der Vertrag ist aber noch nicht unterzeichnet, weil über bestimmte Details noch Gespräche laufen.

„Die Direktvergabe mag ja sinnvoll sein, um Unternehmen hier anzusiedeln – aber sie ist begründungspflichtig“, sagt Grünen-Politiker Esser. Das sehen der Senat und die Jette GmbH, die auf Nachfragen nicht antwortet, anders. „Dadurch gerät die Liegenschaftspolitik des Senats in den Geruch, man wolle zurück in alte Zeiten, in denen die eine Hand die andere wäscht“, sagt Esser. In eine ähnliche Kerbe schlägt Piraten-Politiker Höfinghoff: Transparenz könnte den Verdacht entkräften, „dass hier ein prominenter Name Tür und Tor zu öffnen scheint“.

Unabhängig von der Direktvergabe an Joop wurde kürzlich auch das Nachbargrundstück des Areals an der Invalidenstraße an das Architekturbüro Graft verkauft. Das steht jedoch in keinem Zusammenhang mit der Vergabe an Joop, betont Graft-Partner Thomas Willemeit. Seine Firma habe das Areal vor zwei Monaten regulär erworben und weit mehr als den Verkehrswert gezahlt. Nun will das Unternehmen, das international 90 Mitarbeiter hat, hier zusammen mit anderen Planungsbüros eine Art Modellhaus zum Thema nachhaltiges Planen errichten. 75 Arbeitsplätze sollen entstehen, rund ein Drittel des Gebäudes soll Wohnraum sein. Derzeit werde der Bauantrag vorbereitet, in Kürze soll das Konzept öffentlich vorgestellt werden. Lars von Törne

 

Die Zukunft des UCW in Charlottenburg-Wilmersdorf

26 Juni 2013

ramona pop im ucwAm 20. Juni besuchte Ramona Pop das Unternehmerinnen und Gründerinnen Zentrum Charlottenburg-Wilmersdorf (UCW) in der Sigmaringer Straße (Foto: v. l.: Judith Brandner, Ramona Pop, Lisa Paus, Larissa Boehning, Alexander Kaas Elias, Christine Rabe, Christoph Wapler, Ansgar Gusy).

Gemeinsam mit dem Vorstand des Fördervereins UCW e. V., Larissa Boehning und Judith Brandner, Lisa Paus, Mitglied der grünen Bundestagsfraktion und Direktkandidatin im Bezirk, Christine Rabe, Gleichstellungsbeauftragte im Bezirk und grünen Bezirksverordneten besprach Ramona Pop Möglichkeiten, das UCW dauerhaft im Bezirk zu erhalten. Das Zentrum bietet Frauen, die selbständig sind, oder ein Unternehmen gründen wollen, günstige Büroräume und ein bestehendes Netzwerk. Das Zentrum schafft Arbeitsplätze, ist mittlerweile ein Wirtschaftsfaktor im Bezirk und Anziehungspunkt. Gefährdet ist der Standort, weil die Immobilie dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf gehört, der es aus finanziellen Überlegungen bereits in den Liegenschaftsfonds abgeben wollte, es bisher aber vermeiden konnte. Bei einer Abgabe und anschließendem Verkauf wäre völlig unklar, ob und wie es mit dem UCW weitergehen könnte. Der Liegenschaftsfonds ist nicht gerade für seine Sensibiliät gegenüber bezirklichen Angelegenheiten bekannt. Die Verunsicherung im Gründerinnenzentrum ist sicherlich auch eine Folge der undurchsichtigen Liegenschaftspolitik des CDU-Stadtrats, der bisher nicht unterstützend eingegriffen hat.
Während die grünen Haushälter aus dem Bezirk, Christoph Wapler und Ansgar Gusy, die Gründerinnen ermutigten, noch vor den anstehenden bezirklichen Haushalts-Entscheidungen ein neues Betreibermodell, womöglich mit der WeiberWirtschaft eG, auszuhandeln, beriet Ramona Pop den Vorstand des Fördervereins auch hinsichtlich der Gründung einer eigenen Genossenschaft. Das UCW könnte dann eher einen fianziell potenten Investor interessieren, der das soziale und ökologische Engagement des Zentrums mitträgt.

Den Link zur Website von Ramona Pop mit dem Originalbericht finden Sie hier: https://3c.web.de/mail/client/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.google.com%2Furl%3Fsa%3DX%26q%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.ramona-pop.de%2Fdie-zukunft-des-ucw-in-charlottenburg-wilmersdorf%2F%26ct%3Dga%26cad%3DCAcQAhgAIAEoATAAOABA4P_HjgVIAVgAYgVkZS1ERQ%26cd%3DZmVVpY36ovc%26usg%3DAFQjCNG3dXrOsLw431dSUac9d1khEyhvzA&selection=tfol11a447b0d5250200IMG_6131