Unternehmerinnen und KünstlerInnen im Gespräch mit Politikern des Bezirks

März 6, 2012

Am 8. März ist im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf die entscheidende Sitzung in der Bezirksverordnetenversammlung. Es geht um den Haushalt – und damit um mögliche Einnahmen durch Immobilienverkäufe – also auch durch den Verkauf unseres Hauses. Uns war es wichtig, dass sich die Bezirksverordneten vorher selbst ein Bild von der Sigmaringer Sr. 1 machen. Wir wussten: Es würden nicht allzu viele Bezirksverordnete kommen können, denn zur Zeit sind jeden Tag Ausschuss- und Fraktionssitzungen. Deshalb haben wir uns sehr gefreut, dass jede Partei 1-3 Vertreter/innen geschickt hat, die interessiert und offen mit uns diskutiert haben. Sogar zwei Gäste aus dem Abgeordnetenhaus waren da (Franziska Becker von der SPD und Stefan Evers von der CDU).

Im Foyer konnten wir um 17h00 also rund 80 Gäste begrüßen, darunter neben Vertretern von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, LINKE, PIRATEN und CDU auch die Gleichstellungsbeauftragte unseres Bezirks, Christine Rabe – und ihre Kollegin Angelika Schöttler aus Tempelhof-Schöneberg. Außerdem neben vielen Mieter/innen aus dem Haus Kiez-Nachbarn und andere Interessierte. Nach der Begrüßung durch Michaela Habelitz und mich wies Florian Schöttle vom BBK noch darauf hin, dass sogar drei Atelierhäuser zum Verkauf in den Liegenschaftsfonds gegeben werden sollen: Sigmaringer Str.1 als das größte Atelierhaus, außerdem Nonnendamm 17 und Alt-Lietzow 12. Insgesamt stehen 60 Ateliers vor dem Aus. Allein in unserem Bezirk.

Anschließend besuchten wir einige Büros und Ateliers und zeigten, wie lebendig, vielfältig und wirtschaftlich prosperierend das Haus ist. Auf jeder Etage konnten sich unsere Gäste davon überzeugen, wie engagiert und erfolgreich die Mieter/innen im Haus arbeiten, und wie viel sie auch finanziell in ihre berufliche Existenz vor Ort investiert haben. Wir machten nochmal deutlich, dass das Gebäude für den Bezirk kostenneutral ist: die Unternehmerinnen werden in keiner Form vom Bezirk subventioniert, die anfälligen Sanierungen werden durch die Mieten überhaupt erst ermöglicht. Die Künstlerinnen und Künstler erhalten zwar eine Unterstützung zur Miete, diese stammt jedoch aus Landesmitteln.

Gegen 18h00 luden wir unsere Gäste dann zu einen Umtrunk in den Konferenzraum – und wollten es jetzt nochmal genau wissen. „Wie stehen Sie zum Verkauf?“ fragten wir. Insgesamt betonten alle, wie wichtig ihnen das Haus ist – und es gab über Parteigrenzen hinweg eine engagierte Diskussion über die Zwänge der bezirklichen Haushaltspolitik, die stark durch die Vorgaben des Senats bestimmt wird. Einige der Bezirksverordneten waren das erste Mal bei uns – und man merkte ihnen an, dass sie wirklich einen Augenöffner hatten: Ich glaube, wir haben sie überzeugt:-). Ob das reicht (denn die „bösen“ Sachzwänge sind ja immer noch da und waren in der Diskussion omnipräsent…) werden wir sehen!

Eigentlich wollten wir den Bezirksverordneten dann unsere Unterschriftenliste übergeben – doch diese machten den guten Vorschlag, die Liste am Donnerstag der BVV gesamt zu überreichen. Deshalb werden wir kurz vor 17h00 der BVV-Vorsteherin Judith Stückler (CDU) als Stellvertreterin für die Bezirksverordnetenversammlung unsere mittlerweile auf gut 1.000 Unterschriften angewachsenen Liste überreichen. Es trudeln aus ganz Deutschland noch Unterschriften ein. Großen Dank an alle!!

Es haben auch einige Fotos gemacht, sobald ich welche bekomme, stelle ich noch ein paar ein!

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