Offene Ateliers Mai 2012

März 30, 2012

Hier schon mal vorab die Einladung für die Offenen Ateliers
am 13. Mai 2012 von 12 bis 18 Uhr (PDF):
einladung-offene-ateliers-mai-2012

März 27, 2012

Nach einer Verschnaufpause haben wir uns erst einmal sortiert und unsere Fühler ausgestreckt: Wie und mit wem kann es weitergehen? Diesen Montag gab es eine gut besuchte Mieterinnenversammlung der UCW-Mieterinnen. Wir haben uns alle auf einen Stand gebracht, den BVV-Beschluss besprochen und überlegt, was wir weiter tun können, um unser Haus zu erhalten. Das Protokoll der Mieterinnenversammlung habe ich eben aus der Mailbox gefischt und stelle es der Einfachheit halber hier als Text ein – mehr dazu noch in einem separaten Blogbeitrag:-):

Mieterinnenversammlung am 26.03.2012

Protokoll

Beschlussfassung vom 08.03.2012 vom Bezirk

Es wird noch einmal hervorgehoben, dass bis zum 30.06.2012 lt. Beschluss die Möglichkeit besteht, Lösungsvorschläge zum Erhalt eines Unternehmerinnenzentrums an diesem Standort zu erarbeiten und einzureichen.

Informationen aus der letzten Beiratssitzung

Das Unternehmerinnenzentrum UCW und das Atelierhaus sind räumlich an die Bezirksbibliothek gekoppelt. Auf Bezirksebene gibt es noch keine abschließende Meinung zum Erhalt der Bibliothek am Standort. Solange hier kein eindeutiger Beschluss gefasst wurde, sind Aussagen und Vorschläge zum Fortbestand von UCW und Atelierhaus nur schwer möglich.

Vorschläge zum Erhalt des UCW

Von der GSE gGmbH, Gesellschaft für Stadtentwicklung, gibt es den Vorschlag, das Haus unter einen Treuhandvertrag zu nehmen und es wie bisher als Unternehmerinnenzentrum und Atelierhaus zu betreiben. Planungssicherheit besteht zurzeit jedoch nicht, da keine klaren Aussagen zum Thema Bezirksbibliothek bestehen. Klar ist, dass das Gebäude einen Sanierungsbedarf hat und entsprechende Arbeiten künftig anfallen werden. Es wird zu Mieterhöhungen kommen. Nähere Angaben hierzu sind nicht verlässlich zu treffen, da der Inhalt des Vertragsentwurfs nicht bekannt ist. Die Mieterinnen laden daher die GSE gGmbH zu einen Gespräch (Ende April/Anfang Mai 2012) ein.

Die WeiberWirtschaft eG hat auf Nachfrage einiger Mieterinnen des UCW ebenfalls Ihre Solidarität und Unterstützung zum Erhalt des Unternehmerinnenzentrums bekundet. Das Genossenschaftsmodell wurde in groben Zügen erläutert und Informationsmaterial wurde zur Verfügung gestellt. Umfassende Informationen können auch unter www.weiberwirschaft.de eingesehen werden.

Die Weiberwirtschaft eG bietet an, Mieterinnen über die Möglichkeiten zum Erhalt des UCW anlässlich einer Veranstaltung im UCW zu informieren. Die Mieterinnen sind sich darin einig, dass mit der Weiberwirtschaft ein kompetenter Partner zur Verfügung steht, wenn es um die Stärkung von Frauen in der Wirtschaft und damit in der Gesellschaft geht. Das Angebot zu einer Informationsveranstaltung (Ende April / Anfang Mai 2012) wir von den Mieterinnen des UCW mit großem Interesse angenommen.

Sollte der Bezirk tatsächlich den Verkauf des Unternehmerinnenzentrums beschließen, würde das Gebäude in den Berliner Liegenschaftsfond überführt werden. Es besteht die Hoffnung, dass auch bei einer solchen Überführung in den Liegenschaftsfond, das Land Berlin sich für einen Investor, der den Erhalt eines Unternehmerinnenzentrums zum Ziel hat, entscheiden kann. Dies gelingt, wenn die wirtschaftliche und frauenpolitische Bedeutung des Unternehmerinnenzentrums an diesem Standort überzeugend dargestellt werden kann.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, Frau Rabe, begrüßt die vorgestellten Initiativen und betont die Dringlichkeit zum politischen Handeln.

Frau Rabe verweist darauf, dass am 13. Mai 2012 ein TAG DER OFFENEN TÜR von UCW und Atelierhaus stattfindet.

 

 

am 8.März im Rathaus vor dem Beginn der BVV-Sitzung

am 10.März vor dem UCW /
Atelierhaus anlässlich des
Kiezspazierganges mit
Bezirksbürgermeister Naumann

War eine tolle Rede, Michaela!
Danke!

Etappensieg?!

März 9, 2012

Gestern wurde folgender Beschluss in der BVV gefasst:

Das Bezirksamt wird aufgefordert,

das erfolgreiche Unternehmerinnen- und Gründerinnenzentrum (UCW) auf Dauer im Bezirk zu erhalten;

die mögliche Finanzierung am Standort Sigmaringer Straße 1 unverzüglich zu klären, insbesondere im Hinblick auf die bisher mit der GSE geführten Verhandlungen und den Sanierungsbedarf bezüglich der Immobilie unter Berücksichtigung der Mitnutzung durch die Dietrich-Bonhoeffer-Bibliothek und das Atelierhaus.

Der BVV ist bis zum 30. Juni 2012 zu berichten.

Der Beschluss ist hier zu finden.

Das heißt: Das Happy End ist noch nicht erreicht, aber wir haben definitiv einen Aufschub, in dem genau geklärt wird, was machbar ist. Und wenn ich schreiben „geklärt wird“, heißt das: Wir werden ebenfalls über Lösungen nachdenken! Es lohnt sich also, hier weiter mitzulesen:-)!

 

 

Gestern war Sylvie Ahrens vom InfoRadio bei uns – hier ist ihr Bericht (Text und Podcast)  Berliner Gründerinnenzentrum vor dem Aus?  – klasse!:-)

Begrüßung durch die Künstler am 6. März 2012, Michaela Habelitz

Liebe Kolleginnen vom ucw,  liebe  Künstlerkollegen, liebe Nachbarn, Freunde

Geschäftspartner des Hauses, sehr geehrte Mitglieder der Bezirkverordnetenversammlung, sehr geehrte Damen und Herren von der Presse, Liebe Frau Rabe, lieber Florian Schöttle, lieber Frau Rüffer von der GSE GmbH, lieber Herr Paul !

Ich begrüße Sie sehr herzlich im Namen der Künstler und Künstlerinnen  des Atelierhauses und freue ich mich, dass Sie heute so zahlreich Ihren Weg in unser Haus gefunden haben.

In Namen unserer  dreißigköpfigen, internationalen Künstlergemeinschaft lade ich Sie herzlich ein, das hochprofessionelle schöpferische Tun während des anschließenden Rundganges am heutigen Tage kennenzulernen. Die Kollegen stehen Ihnen dann gerne individuell Rede und Antwort in ihren Ateliers im dritten und vierten Stock.

Viele von Ihnen hatten sicherlich schon die Gelegenheit wahrgenommen, im Rahmen unserer erfolgreichen „offenen Ateliers“ sich intensiv mit dem künstlerischen Potenzial des Hauses vertraut zu machen. Diese Tage des offenen Ateliers sind inzwischen eine feste Größe im Bezirk, gut 850 Menschen fanden das letzte Mal ihren Weg hierher. Aktivitäten des Atelierhauses werden gefördert vom Kulturbeirat Charlottenburg-Wilmersdorf, zuletzt die Website und der blog des Hauses.

International renomierte Künstlerpersönlichkeiten wie Angelika Middendorf, Tian Tian Wang oder zum Beispiel Kim Ysop beziehen aus diesem Ort in Wilmersdorf. Ihre Kreativität, die zu renommierten, international wahrgenommenen  Ausstellungen führen.

Künstlerpersönlichkeiten wie Michail Schnittmann ,Annette Polzer und Bassirou Sarr tragen ihre schöpferischen Impulse via Kunstvermittlung direkt  vom Atelier in die Stadt in den Bezirk hinein durch Kurse in der Jugendkunstschule Charlottenburg oder an der VHS sowie direkte Kunstvermittlung vor Ort. Kunst ist hier ein eminent wichtiger soziokultureller Standortfaktor auch im Sinne der Arbeit mit Jugendlichen des Bezirkes. Hier seinen ebenfalls Theresa Beitl ,Jürgen Kellig  und Barbara Zirpins erwähnt, die als Mitglieder des VBK-Berlins ebenfalls eine wichtige Kulturnetzwerkarbeit leisten.

Zudem hat zur Professionalisierungstrategie aller Künstler die gut nachbarschaftliche Vernetzung mit dem ucw beigetragen, die Synergien der letzten sechs Jahre sind an keinem anderen Ort so wieder reproduzierbar. Bitte helfen Sie uns, auch weiterhin an diesem Standort so überzeugend zusammen arbeiten zu können !

Hinter jeder Ateliertür verbirgt sich ein eigener Organismus der genuinen Kunstproduktion, ein  individuelles Künstlerleben, dessen komplexe  Koordinaten sich nicht einfach verrücken lassen.

Sehr geehrte Entscheider  in der BVV, stimmen Sie bitte gegen den Verkauf dieses einzigartigen Hauses in den Liegenschaftsfond, denn knapp hundert Existenzen sind bedroht. Mein Künstlerkollege Michail Schnitmann brachte es in unserem blog auf den Punkt: „Ich bin mit meiner Kunst ohne dieses  Haus obdachlos“.

Die meisten Künstlerkollegen des „Ateliersofortprogramms“des Berufsverbandes Bildender Künstler sind wirtschaftlich nicht in der Lage, auch angesichts steigender  Ateliermieten auf dem freien Markt ein angemessenes Alternativ-Atelier anzumieten.

Mit dem Verkauf des Hauses steht somit  unsere künstlerische Existenz auf dem Spiel. Bildhauer, Performer, Maler, Fotographen, Happeningkünstler haben keinen Aktionsraum mehr. Ist dieser Preis nicht zu hoch für eine Stadt, die doch gerade mit ihren kulturellen Pfründen wuchert und somit magnetisch Menschen aus aller Welt in ihren Bann zieht ? Überdies :Sind wir nicht auch schlechte Gastgeber für unsere Künstlerkollegen aus dem Ausland ?Bassirou Sarr, Irina Richkova, Josias Scharf, Giorgi Tchkhaidze, Mi-Ran-Kim,  Pitt Bialoglowicz, Kim Ysob , Tian Tian Wang???

Am 13.05.2012 zeigen wir im vollem Umfang unsere Arbeit im Rahmen des Tages des der Offenen Ateliers gemeinsam mit „Kulturplus e.V.“ Bitte kommen Sie alle wieder und schauen und staunen Sie und kämpfen Sie mit uns, dass sie auch in den nächsten Jahren hierher kommen können.

 

 

Schild: UCW + Ateliers retten

Heute um 16h30 demonstrieren Unternehmerinnen und KünstlerInnen gegen den Verkauf unseres Hauses. Einige der Schilder trocknen seit gestern bei uns im Flur.:-)

Schilder im Flur

Natürlich haben wir noch mehr vorbereitet:-).

Und Bassirou Sarr hat tolle Plakatwände für unser Haus gemacht. Drei Stück stehen bei uns: eines im Café, zwei im Eingangsbereich. Die sind so klasse!

 

Plakat im Café: UCW & Atelierhaus retten!